Die ca. 296  noch vorhandenen 110 sind bei den Betriebshöfen Braunschweig, Dortmund, Kiel, Frankfurt, Köln, Saarbrücken und Stuttgart beheimatet. Die größte Anzahl an 110ern hat jedoch das Bw Braunschweig. Sie fahren heute fast im gesamten elektrifizierten DB-Netz, überwiegend im Nahverkehr. Werden aber auch  im Turnus- bzw. Sonderzugverkehr eingesetzt, und kommen so sogar bis Österreich und Slowenien.


110-507 in Hamburg Hbf Foto: ©Christof.Ziebarth


110-321 Foto: ©Kai Pagels

Als Einstige Fernverkehrslok der Deutschen Bundes Bahn  verschob sich Einsatzschwerpunkt der 110 Hauptsächlich  in den Regionalverkehr und gehören offiziell zu  DB Regio. Einzelne Braunschweiger, Kölner, Frankfurter und Münchener 110 sind an Reise & Touristik vermietet und kommen dort vor InterRegios, Bedarfs- und Entlastungszügen , im Sonderzugverkehr oder vor Nachtzügen  als Ersatz für die 113 zum Einsatz.  Bisher werden die Loks nur bei schweren Unfallschäden ausgemustert oder nach erreichen der Grenzkilometer. 

Die Ablieferung der 103.1 verdrängte die 112 (später113) aus dem IG- und TEE-Verkehr in den Schnellzug- und Eilzugdienst. Im Januar 1992 wurden die 113 zum Bw München 1 unbeheimatet. Zur Zeit gibt es dort  noch 9 Maschine . Diese Loks kommen in einem eigenen Plan vor D-Zügen, Entlastungs- u. Bedarfszügen Autoreise- und Urlaubs-Express Zügen zum Einsatz .
Das besondere Einsatzgebiet der 113 ist auch der Einsatz vor dem InterCity Night-Line, hier wurde für das ziehen der neuen Talgo Wagen die 113 der 103 vorgezogen.


110-488 im Schnee Foto: ©Christof.Ziebarth




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Die Einheits-E-Loks der ersten Generation wie die 110/113 sind robuste, und unscheinbare Maschinen, die auch heute noch verhältnismäßig zuverlässig ihren Dienst versehen. Sie haben an ihren Nahverkehrsleistungen jedoch  ganz schön zu knabbern , nicht die Länge der Strecken machen ihnen zu schaffen sondern  das ständige Anfahren und Bremsen. Die Laufleistungen von über sieben Millionen Kilometer, die einige Loks der Baureihe 110 erreicht haben, sprechen für die Bewährung der Loks, erklären aber auch, warum einige Loks schon ziemlich verschlissen sind. Dabei treten aber innerhalb der Baureihen gewaltige Unterschiede auf. Bei den Maschinen der Baureihen 110, 113 und l 14 schwanken die Lautleistungen zwischen vier und sieben Millionen Kilometer. Da diese Loks von allen Betriebswerken großräumig eingesetzt werden, hängen die Unterschiede in der Laufleistung der Loks in erster Linie vom Alter der Loks ab. Ihre Kolleginnen, die hauptsächlich auf den Rheinstrecken oder der Nord-Süd-Strecke eingesetzt waren, haben zum Teil die dreifache Laufleistung. Daher ist zu vermuten, dass in Zukunft mäßig zuverlässig ihren Dienst versehen. Es ist abzusehen,  dass in Zukunft keineswegs die ältesten Loks zuerst ausgemustert werden.

 

Zu den Lieblingsbeschäftigungen der 110er in der Neuzeit gehört auch das Befördern von Autoreisezügen, hier kann die Baureihe 110 noch einmal zeigen was in Ihr steckt.

 

 



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