Die Zuverlässigkeit der  
ein Bericht von
Marco Zimmermann 


Bei Fragen, Kritik und Verbesserungsvorschlägen oder habt Ihr weitere Beispiele, wendet Euch Bitte an Marco Zimmermann

Die E10 im Einsatz bei der DB AG:


Die BR 110 ist in den letzten Jahren aus dem Fernverkehr der DB fast
ganz verschwunden, aber bei DB Regio sind sie zuverlässige und robuste
Arbeitstiere auf die man noch nicht verzichten kann. Von den 110ern
wird zwar heutzutage immer mehr abverlangt, besonders durch das häufige
Anfahren und Bremsen. Wenn die BR 110 nicht mehr im Einsatz stehen
würde, so wäre fast der gesamte Regionalverkehr und ein Teil des
Fernverkehres zum erliegen gekommen. Nach einer Einsatzzeit von über 40
Jahren geht zwar die Lebensuhr der Baureihe 110 dem Ende entgegen, aber
ich denke dass sie noch 8-10 Jahre uns erhalten bleibt. Meines
Erachtens wäre von Herr Mehdorn hierfür ein kleines Dankeschön
angebracht gewesen (zumal ausgefallene ICE Züge durch Ersatzzüge
ersetzt werden und das oft mit der BR110), doch dessen Zitate lauten:,,
Wir können die alte Eisenbahn nicht weiterfahren!!!" Im großen und
ganzen hat er auch Recht. Aber was versteht er unter der modernen
Eisenbahn??? Überfüllte ICE Züge und Verspätungen die von Tag zu Tag
immer länger werden??? Angebotseinschränkungen, .....? Er sollte sich
mal überlegen vor was für einem Fahrzeug er sich eher zeigen soll, ICE
oder z.B. E10, E41, ... . Alles zuverlässige Maschinen die seit 40
Jahren fast lautlos ihren Dienst verrichten und das noch weitgehend
störungsfrei. Sie haben keine Softwareprobleme, und und und. Das liegt
vor allem auch daran, dass die neuen Fahrzeuge nicht mehr ausgiebig
getestet werden. Die E10 Prototypen wurden z.B. im Alltagsbetrieb
erprobt und was dabei rauskommen ist sehen wir ja!!! Eine der
zuverlässigsten Maschinen der DB.  
Aber ich möchte auch hier mal die Gelegenheit nutzen und einige
Beispiele nennen, wie es im Alltagsbetrieb der BR 110 so aussieht:  

1.Beispiel:
An den Weihnachtssamstagen fuhr zwischen Singen und Stuttgart HBF ein
zusätzliches RE Zugpaar, der abends wieder als zusätzlicher RE zurück
nach Singen fuhr. Die Strecke über der der Zug fuhr ist zwischen den
Bahnhöfen Tuttlingen und Horb eingleisig, das sind genau 71Kilometer.
In Rottweil sollte der Zug um 9.06 einfahren und um 9.08 abfahren. Um
9.05 stand der RE schon im Rottweiler Bahnhof und wartete auf
Weiterfahrt in Richtung Stuttgart. Zuglok des Zuges war an diesem Tag
die ozeanblau/beige 110 230-0 (siehe Bild). In Rottweil war auch eine
Kreuzung mit dem ICE 183 vorgesehen. Doch der Zug hatte wie so oft 5
Minuten Verspätung, das heißt dass der RE auch Verspätung bekommt und
das nur weil ein Anschlußzug des ICEs in Stuttgart Verspätung gehabt
hat. Als einziger Anschluß ist der IR aus Nürnberg zu nennen, der auch
oft mehr als 5 Minuten Verspätung hat. Um 9.07 sollte der ICE 183 in
Rottweil abfahren, um 9.15 fährt er dann ein. Für den freundlichen
Zugbegleiter war die Wartezeit des REs in Rottweil die Gelegenheit um
eine zu rauchen und um mit dem Lokführer ein paar Worte auszutauschen
(siehe Bild)!!! Doch die sieben Minuten Verspätung die der RE ab
Rottweil hatte, wurden bis Stuttgart HBF reduziert auf eine Minute!!!  


Das Bild zeigt den RE im Bahnhof Rottweil, während dem Plausch zwischen
Lokführer und Zugbegleiter.  

Auf der Rückfahrt des Zusatz-REs sollte auf einem Kreuzungsbahnhof mit
einem ICE gekreuzt werden. Nach fünf Minuten Wartezeit fuhr der ICE
dann in die Kurve!!! Doch dann das: Es war gar nicht der ICE sondern
eine 110 mit 4 Wagen, darunter 3 Silberlinge!!! Der Zug war zuvor als
zusätzliche RB nach Rottweil gefahren und sollte dann leer nach Horb
fahren. Doch die Reise ging noch einmal nach Stuttgart zurück, nämlich
als ICE-Ersatzzug.  


Hier ist der ICE 182 bei Stuttgart unterwegs. Der Zug hat bereits 4Minuten Verspätung.
Bild: Uwe Schnell


Bilder von ICE Ersatzzügen (auch mit der BR 110) findet Ihr auf der
Homepage von Uwe Schnell. (www.eisenbahnwelten.de)  


2.Beispiel:
In die Kritik kam die Bahn mit den IR Streichungen, die besonders
Baden-Württemberg stark trafen. So wurden z.B. auf der Schwarzwaldbahn
alle IR-Verbindungen, außer 2 Zugpaaren gestrichen!!! Der Ersatzverkehr
mit dem neuen Produkt IRE war in den ersten Betriebswochen allerdings
mehr als befriedigend. Eingesetzt wurden Orginal Silberlinge, nur 4
Wagen am Samstag und Sonntag und noch viele weitere Pannen konnte man beobachten. Als Zuglokomotive vor den IREs kam mal wieder die gute alte 110 auf die Schwarzwaldbahn. In die Kritik kamen die Züge aber nicht
nur wegen der oben genannten Gründe, sondern weil die Züge von außen
total verdreckt sind. Die 110er werden nur sehr selten gewaschen und
die Wagen höchstens 2 mal im Jahr. Im Winter ist die Sicht durch das
Fenster fast gleich Null. Die Wagen stehen vor Dreck. Die Züge haben
auch meist Verspätung von mindestens 5 Minuten, dafür werden aber von
einigen Personen die Loks verantwortlich gemacht. Naja. Wie es wirklich
ist sagt mal wieder keiner. Der wirkliche Grund ist nämlich, dass der
Fahrplan um 5 Minuten kürzer ist wie der der bisherigen IR-Züge. Dabei
fahren die Züge z.T. nur 120 km/h, wo die bisherigen IR-Züge 140 km/h
fuhren . Als weiterer Grund wurde nicht beachtet: Das beladen von
Fahrrädern u.a.!!! Wie sich die DB um die Zugloks kümmert, kann dieses
Bild zwar nur leicht andeuten, aber diese 110er steht vor Dreck.
Lokpflege a là DB.  

Dieses Bild zeigt nur annähernd wie die 110er gepflegt werden.


Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen:,, Alles Alte ist zwar nicht
das Neueste, aber alles Neue ist nicht das Zuverlässigste!!!  
weitere Beispiele mit der BR 110 folgen!!!

Weitere Beispiele mit 110er folgen!!!

ein Bericht von Marco Zimmermann 

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